Studien zur Inklusion

Im gemeinsamen Unterricht lernen Kinder mehr als in getrennten Grund- und Förderschulen – das ist das Resultat zweier Studien aus dem Jahr 2014, über die die Wochenzeitung DIE ZEIT im Mai 2014 berichtete (Nr.20/14, S.34). „Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die in einer Regelschule unterrichtet wurden, weisen höhere Leistungen auf als vergleichbare Schüler in Förderschulen“ – so wird das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zitiert.

 

Natürlich sollte man auch hier die Forschungsergebnisse nicht pauschal auf die sehr verschiedenen Situationen vor Ort übertragen. Inklusion führt nicht automatisch zu besseren Lernergebnissen; Exklusion in besonderen Schulen jedoch nach den Erkenntnissen der Wissenschaftlerinnen erst recht nicht.

 

Die Leiterin der zweiten Studie, Elke Wild, wird so in der ZEIT zitiert: „Die Schulstruktur ist nicht unbedeutend, wichtiger aber sind die Lehrer und die Qualität der einzelnen Schule.“ Gute Schulen erkenne sie an der Haltung der Lehrerinnen zur Inklusion selbst, an einer starken Leitung und am Teamgeist. Diese Schulen sind für alle Schüler besser - auch wenn sie keinen Förderbedarf haben.

 

Die Inklusion komme mancherorts zwar zu schnell, sagt die Direktorin des IQB, Petra Stanat, doch: „Dass sie kommen muss, ist nach diesen Studien klar.“

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