Das Ende der sieben Gs

"Der Vielfalt in unseren Schulen gerecht zu werden ist wohl die größte Herausforderung, vor der Lehrer heute stehen."

 

Das sagt Andreas Helmke, einer der führenden Unterrichtsforscher und Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Koblenz-Landau. In der ZEIT vom 15. Dezember 2011 erklärt er im Interview, was mit der "Individualisierung des Unterrichts" gemeint ist. Die Vielfalt im Klassenzimmer ist groß - manche haben sogar den Eindruck, dass die Unterschiede zwischen den Kindern mit jedem Schuljahr größer werden. 

 

Da hat die Methode der sieben Gs ausgedient, nach der der gleiche Lehrer alle gleichaltrigen Schüler im gleichen Tempo mit dem gleichen Material im gleichen Raum mit den gleichen Methoden und dem gleichen Ziel unterrichtet. Das ist nicht mehr zeitgemäß.

 

 

"Es ist schon viel gewonnen, wenn man die Monokultur des Einheitsunterrichts aufbricht, indem man z.B. einigen Schülern anspruchsvollere Aufgaben stellt oder anderen mehr Zeit einräumt" sagt der Bildungsforscher Helmke. "Kooperatives Lernen stellt hohe Ansprüche an die Lehrer." In unserer Grundschule gehört es zu unserem Konzept, dass wir uns individuell auf die Schüler einstellen. "Effektiver ist es z.B., wenn leistungsstarke Schüler einmal die Rolle des Lehrers übernehmen und leistungsschwächere Klassenkameraden unterrichten. Aus Sicht der Forschung sind solche Helfersysteme sehr aussichtsreich."

 

 

 

Die Fotos auf dieser Seite sind von unserer Zeit im Schullandheim Bissel im Februar 2013.

 

 

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